Die 3 besten kabellosen Router für VPN 2021 (Rangliste!)

Avatar
By          •   March 30, 2021      Werbeoffenlegung

 

Wer Gelegenheit hatte, sich meine Artikel und Reviews zu Virtual Private Network (VPN) anzusehen, in denen es um Top-VPNs wie ExpressVPN, NordVPN und TorGuard geht, dem ist sicher aufgefallen, dass meine Berichterstattung über die VPN-Nutzung auf Routern bestenfalls lückenhaft ist.

 

VPNs haben normalerweise nur eine begrenzte Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen, wenn ihr es also auch auf eurem Router implementieren und damit mehrere Geräte abdecken könnt, scheint das eine gute Idee, oder nicht? Wie bei allem, was zu schön ist, um wahr zu sein, gilt das leider auch für diese Theorie.

 

Sehen wir uns einmal an, warum Router normalerweise schreckliche VPN-Conduits herstellen.

 

 

Verschlüsselung erfordert erhebliche System-ressourcen

 

Der Hauptgrund, warum die meisten von uns sich für VPNs entscheiden, ist, dass wir unsere Internet-Aktivitäten privat halten wollen. VPNs tun dies, indem sie uns helfen, einen sicheren Tunnel zwischen unserem Gerät und einem sicheren Server herzustellen. Es verschlüsselt auch die Daten, die in diesem Tunnel fließen, um diese sicher zu halten.

 

Der Verschlüsselungsprozess ist genau der Grund, warum VPNs auf Routern so eine schlechte Idee ist.

 

Die meisten VPN-Benutzer entscheiden sich heute für OpenVPN, da es die beste verfügbare Kombination aus Sicherheit und Geschwindigkeit bietet. Es ist sicherer als das veraltete PPTP-Protokoll und in den meisten Fällen schneller als IPSec.

 

Leider haben die Entwickler OpenVPN noch nicht zu einem skalierbaren Protokoll gemacht. Das bedeutet, dass es von seiner Natur her sehr singulär und nicht in der Lage ist, mit Multithreading-Prozessoren zu arbeiten. Wenn euer Computer oder Router zum Beispiel eigentlich auf einen Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz zugreift, kann OpenVPN bei dieser Geschwindigkeit nur einen einzigen Kern betreiben.

 

Um die Sache richtig einzuordnen, betrachten wir die 256-Bit-Verschlüsselung.

 

256-Bit-Verschlüsselung bedeutet, dass jedes einzelne Daten-Stückchen, das euren Computer verlässt, mit einem „Schlüssel” verschlüsselt wird, der aus 256 Binärdateien (1 oder 0) besteht. Aus diesem Grund benötigt ein PC oder Router erhebliche Rechenleistung, um die VPN-Verschlüsselung zu verarbeiten.

 

 

Router sind weniger leistungsstark als PCs

 

Die Verschlüsselung nimmt Systemressourcen in Anspruch, da man im Grunde den Computer zum Verschlüsseln und Entschlüsseln von Rohdaten verwendet. Unsere durchschnittliche PC-Prozessorgeschwindigkeit liegt heute zwischen 2,4 GHz und 3,4 GHz und ist mit 4 GB bis 16 GB Random Access Memory (RAM) ausgestattet.

 

Demgegenüber ist ein normaler Router für Standarduser mit einem Prozessor mit 600 MHz bis 1 GHz und 128 MB bis 256 MB Arbeitsspeicher ausgestattet.

 

Lasst mich anhand meiner Erfahrungen mit dem drahtlosen Router ASUS RT-AC1300UHP deutlich machen, was ich meine.

 

Mit dem TorGuard VPN-Client, der auf meinem Windows-10-Laptop läuft, bin ich in der Lage, nahe an meine vom ISP erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 Mbps zu kommen.

 

TorGuard VPN Speed Test

 

Wenn ich jedoch dasselbe Protokoll auf meinem Router ausführe, lässt mich auf 13-15Mbps absinken. Auf dem Bild unten seht ihr, dass sogar zur Erreichung dieser Geschwindigkeit einer der Prozessoren meines Routers zu über 80 % ausgelastet ist.

 

Processor VPN Speed Test

 

Nur um sicherzugehen, dass dies nicht durch TorGuard verursacht wird, habe ich den gleichen Test auch für ExpressVPN und NordVPN durchgeführt, was mir ähnlich langsame Geschwindigkeiten über meinen Router bescherte;

 

ExpressVPN Speed Test

*ExpressVPN-Leistung auf Router

 

NordVPN Speed Test

*NordVPN-Leistung auf Router

 

 

Wie man einen VPN auf einem Router einrichtet

 

Wie man ein VPN auf Routern einrichtet, hängt von der Firmware des Routers ab. Es ist jedoch ein relativ schmerzloser Prozess und umfasst normalerweise nur wenige Schritte. Die meisten VPN-Anbieter bieten dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

Um zu zeigen, wie einfach das Verfahren ist, möchte ich vorstellen, wie ich ExpressVPN auf meinem ASUS AC1300UHP eingerichtet habe.

 

Schritt 1: Auswahl des Geräts für die Konfiguration

 

Sobald ihr euch für ExpressVPN angemeldet habt, könnt ihr auf eine Setup-Seite zugreifen, auf der ihr das Gerät auswählen könnt, das ihr konfigurieren möchtet. Danach erhaltet ihr die passenden detaillierten Anweisungen. In meinem Fall habe ich „ASUS (einschließlich Merlin)” gewählt. Merlin ist eine Drittanbieter-Firmware für ASUS-Router, aber der Einrichtungsvorgang funktioniert genauso wie bei der Standard-ASUSWRT-Firmware.

 

Ich rate unbedingt dazu, sich nach der Auswahl des Routers für die Einrichtung von OpenVPN zu entscheiden. OpenVPN bietet die beste verfügbare Kombination aus Geschwindigkeit und Sicherheit.

 

Selecting Device to Configure

 

Schritt 2: OpenVPN-Konfiguration

 

Sobald ihr auf ‘Configure OpenVPN‘ klickt, werden euch zwei Kästchen mit einem Benutzernamen und einem Passwort angezeigt. Darunter befinden sich einige Dropdown-Menüs mit den wichtigsten Regionen, aus denen ihr einen VPN-Serverstandort auswählt. Klickt dann auf die gewünschte Konfigurationsdatei. Speichert die .ovpn-Datei an einem Ort, den ihr euch merken könnt.

 

OpenVPN Configuration

 

Schritt 3: Anmeldung beim Router

 

Öffnet euren Webbrowser und navigiert zur Anmeldeseite eures Routers. Bei ASUS-Routern ist dies normalerweise 192.168.1.1. Wenn ihr euch angemeldet habt, klickt in der linken Menüleiste auf ‘VPN

 

Router Login

 

Schritt 4: Neues Profil hinzufügen

 

Wählt auf der VPN-Seite die Registerkarte ‘VPN Client’ und klickt dann auf ‘Add Profile

 

Adding New Profile

 

Schritt 5: VPN-Datei hochladen

 

Klickt auf ‘OpenVPN’ und füllt die Felder aus. Für ‘Beschreibung’ gibt man am besten irgendwas ein, bei dem man hinterher zuordnen kann, für welche VPN-Verbindung es ist. Benutzername und Passwort stammen aus Schritt Nr. 2 von vorhin. Klickt dann auf ‘Datei auswählen’ wählt die .ovpn-Datei, die ihr zuvor heruntergeladen habt, und klickt auf ‘Hochladen’. Danach klickt ihr auf ‘OK’.

 

Uploading VPN File

 

Schritt 6: Aktivierung

 

Wenn ihr fertig seid, sollte alles bereit sein. Klickt auf die Schaltfläche „Aktivieren” neben dem soeben eingerichteten Account, und die Verbindung sollte fortgesetzt werden. Um zu überprüfen, ob der VPN auch funktioniert, führt unbedingt einen DNS-Leak-Test durch.
 

 

Rangliste: Die 3 besten kabellosen Router für VPN

 

Auch wenn das Ergebnis nicht allzu umwerfend ist, gibt es doch Router, die mit VPNs etwas besser umgehen können als der Durchschnitt. Leider sind diese meist im Hochpreissegment angesiedelt, zumindest gemessen am üblichen Preislevel für Normaluser-Router.

 

Es gibt zwei Merkmale von Routern, die für VPNs gebaut sind, die ihr euch merken könnt:

 

  1. Leistungsstarke Prozessoren
  2. Benutzerdefinierte oder modifizierte Firmware

 

Router, die gezielt für Spiele mit geringer Latenz oder für Video-Streaming mit hoher Bandbreite entwickelt wurden, sind gute Optionen, da sie oft mit sehr leistungsstarken Prozessoren ausgestattet sind.

 

Einige VPNs arbeiten auch mit Router-Herstellern zusammen, um ausgewählte Router vorzukonfigurieren und so abzustimmen, dass diese ihr VPN direkt beim ersten Einschalten ausführen. So etwas ist jedoch nicht überall auf der Welt verfügbar, also möglicherweise keine Option für euch.

 

Um einen vorkonfigurierten VPN-Router zu finden, könnt ihr einen Blick auf FlashRouterswerfen. Sie bieten Router an, die für eine Vielzahl von erstklassigen VPN-Diensten wie ExpressVPN und NordVPN vorkonfiguriert sind.

 

Pre-Configured VPN Router: FlashRouter

 

Eine letzte Möglichkeit besteht darin, sich für Router zu entscheiden, die über kundenspezifische Firmware wie DD-WRT verfügen.

 

Abgesehen davon gibt es einige Router, die regelrechte Monster sind, und wenn ihr mit denen eine VPN-Verbindung mit hoher Verschlüsselung betreiben wollt, werdet ihr auch kein Problem haben.

 

1. Netgear Nighthawk X10 AD7200

 

Netgear Nighthawk X10 AD7200 Router

 

Der Nighthawk X10 sieht aus wie etwas aus Alien vs. Predator und ist ein 7,2 Gbps-fähiger drahtloser Router mit einem Monster-Quadcore-Prozessor mit 1,7 GHz. Mit Gigabit-Ethernet-Anschlüssen und zwei USB 3.0-Anschlüssen kann der X10 nicht nur als Internet-Router fungieren, sondern auch HD-Medien streamen und bis zu 20 Geräte unterstützen.

 

Denkt daran, dass der Grund, dass wir diesen Router trotz seines gesalzenen Preises (der Nighthawk X10 wird selbst bei Amazon leicht über 540 € liegen) hier vorstellen, sein leistungsstarker Prozessor ist. Noch einmal: Je leistungsfähiger der Prozessor eures Routers, desto besser kommt er mit der anspruchsvollen Verschlüsselung klar, die das VPN erfordert.
 

 

2. Linksys WRT3200ACM

 

Linksys WRT3200ACM

 

Was hier so cool in Blau aussieht, ist der Linksys WRT3200ACM Wireless-Router, der mit seinem 1,8 GHz Dual-Core-Prozessor so ziemlich alles bewältigen kann. Viele Linksys-Router lassen sich mit browserbasierten Hilfsprogrammen einfach konfigurieren und können mit Linux-Mods angepasst werden. Ich habe mal versucht, DD-WRT auf einem Linksys-Router auszuführen, und das läuft leistungsstark und stabil.

 

Was den Linksys WRT3200ACM doppelt so besonders macht, ist die Großzügigkeit des Unternehmens bei der Entwicklung einer Schnittstelle, die die einfache Installation von kundenspezifischer Firmware wie DD-WRT ermöglicht. Mit einer solchen Firmware habt ihr oft weit mehr Kontrolle über die Router-Funktionen.

 

Dieser Router ist im Vergleich zum X10 relativ günstig. Tatsächlich könnt ihr ihn für nicht mal die Hälfte des Preises bekommen, den ein X10 normalerweise kostet, sogar inklusive Versand. Er hat auch des Öfteren Bestnoten von Tech-Instanzen wie PC Mag und Techspot erhalten.

 

 

3. ASUS RT-AC86U

 

ASUS RT-AC86U

 

Der ASUS RT-AC86U wurde in Anlehnung an die Flaggschiff-Produktlinie der Republic of Gamers gebaut und für Gamer entwickelt, bekanntlich eine der anspruchsvollsten Sorten von Konsumenten der Welt. Sein 1,8 GHz Dual-Core-Prozessor ist auf Geschwindigkeit ausgelegt, und der Router ist für Heimnetzwerke mit AiMesh-Technologien und integriertem Schutz von Trend Micro vorbereitet.

 

Dieses Modell wurde von den großen Jungs wie CNET gelobt und oft als einer der Top-Allround-Router bezeichnet. Im Preissegment unter 180 € ist der ASUS RT-AC86U sowohl Linux-basiert als auch benutzerfreundlich.

 

 

Was man vor dem Kauf beachten sollte

 
Obwohl die drei Router, die ich hier aufgelistet habe, gut sind und auch schon von anderen, die auf der Suche nach robusten Heimnetzwerk-Lösungen mit VPN sind, auf Herz und Nieren geprüft worden sind: sie sind nicht die einzigen. Es gibt viele andere Router, die genauso gut funktionieren. Ich empfehle euch dringend, einen Blick auf FlashRouter zu werfen, um zu sehen, was verfügbar ist.

 

Hinzu kommt, dass nicht ALLE großartigen Router auch automatisch gut mit VPNs umgehen können. Viel hängt auch von der nativen Firmware ab, mit der diese Router ausgestattet sind.

 

Ich hatte zum Beispiel einen TP-Link Archer C7, der auch ein recht guter und stabiler Router ist. Leider hatte ihre Standard-Firmware keine VPN-Option, so dass ich ihn nicht konfigurieren konnte, ohne vorher meine Firmware auf eine Open-Source-Version umzustellen, die VPN unterstütze.

 

TNehmt diese Warnung ernst!

Nicht alle Router sind ab Werk VPN-kompatibel.

 

Auch wenn ich meinen Archer C7 auf DD-WRT umrüsten konnte – diese Option ist nicht für alle Router-Marken und -Modelle verfügbar!

 

 

Fazit: Eure Routerwahl ist WICHTIG

 
Lasst uns zum Abschluss nochmal einen Blick darauf werfen, was ihr beim Thema VPN auf dem Router in Betracht ziehen solltet. Zuerst einen Router mit einem leistungsstarken Prozessor (seht euch nur die Single-Core-Geschwindigkeiten an, Multi-Core ist für VPN irrelevant). Zweitens einen, der VPNs unterstützen kann. Alternativ einen Router, der zur Unterstützung von VPNs mit neuer Firmware ausgestattet werden kann.

 

Noch eine letzte Sache – egal, was ihr macht, es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein standardmäßiger Wireless-Router euch im Vergleich zu einem PC-basierten VPN-Client fantastische Geschwindigkeiten bietet. Das ist keine besondere Erkenntnis, sondern einfache Mathematik.

 

PC-Prozessoren werden (vorerst) immer leistungsfähiger sein, und können daher VPN-Verkehr viel schneller verschlüsseln als Router. Wenn ihr damit leben könnt und 20 Geräte über euer Router-basiertes VPN laufen lassen wollt, ist das allerdings auch in Ordnung!